Unsere Freizeit

Unsere Freizeit für Ihre Sicherheit!



02.06.2018

Am Freitag fand eine Gemeinschaftsübung mit unseren Kameraden der FFW Linden statt. Angenommenes Übungsobjekt war ein Brand eines Holzschuppens bei einem abgelegenen Grundstück im Ortsteil Hamischbühl. Da dieser nur über einen engen Weg zu erreichen ist, mussten zwei Wasserleitungen aufgebaut werden. Während unsere Entnahmequelle der örtliche Hydrant war, stand für die zweite Leitung der Grünbach zur Verfügung. Dies gestaltete sich aufgrund des niedrigen Wasserstandes schwieriger als gedacht, so dass eine provisorische Stauhilfe montiert werden musste.



Viechtach 15. Mai 2018 - Viechtacher Bayerwald-Bote

Gemeinsam auf den Ernstfall vorbereitet

Übungstag der Feuerwehr, Bergwacht, der Helfer vor Ort und des BRK-Rettungsdienstes – Bei Brotzeit kam ein Alarm

Ruhmannsfelden. Wie schnell es gehen kann und ehrenamtliche Retter aus dem Übungsmodus in den Einsatzmodus umschalten müssen, hat sich am Samstag beim zehnten gemeinsamen Übungstag von Feuerwehr, Bergwacht und Rotem Kreuz in Ruhmannsfelden gezeigt. Anita Schober von der Bergwacht, die auch Mitglied des Kriseninterventionsteams ist, hatte ihre verdiente Brotzeit nach der Übung noch gar nicht aufgegessen, als sie ausrücken musste. Sie wurde mit dem KIT in Böbrach benötigt, wo sich ein tödlicher Unfall ereignet hatte (VBB berichtete).
Zuvor hatte Schober zusammen mit vielen weiteren Ehrenamtlichen beim Übungstag, den Feuerwehr-Kommandant Rudi Edenhofer organisiert hatte, die Zusammenarbeit geprobt. „Diese Jubiläumsübung ist die letzte, die ich organisiere“, hatten Edenhofer die Teilnehmer eingangs informiert. Er meinte in der Feuerwehr gebe es sicher fähige Leute, die das künftig erledigen werden. Kommandant werde er selbstverständlich bleiben. Bürgermeister Werner Troiber dankte dem Kommandanten, dass er den Übungstag zehn Mal organisiert hatte, sowie allen Mannschaften der Hilfsorganisationen, die in ihrer Freizeit üben, damit jeder Handgriff sitzt und die Zusammenarbeit klappt.
Mit Bergwachtbereitschaftsleiter Klaus Schober hatte Kommandant Rudi Edenhofer das Szenario für diesen Übungstag vorbereitet. Es hieß: Ein Waldbrand im Mühlholz an der Zuckenrieder Straße mit einer Fläche von 1000 Quadratmetern und starker Rauchentwicklung, wegen der ein Gleitschirmflieger keine Sicht mehr hatte und abgestürzt war. Pilot und Passagier waren in einem Baum hängengeblieben.
Nachdem sich die Feuerwehr unter Einsatzleiter Willi Stadler einen Überblick verschafft hatte, wurden die andern Rettungskräfte am Unfallort dirigiert. Der „Waldbrand“ wurde zunächst mit Wasser aus dem Löschfahrzeug „bekämpft“, bis eine überlange Wasserversorgung aus der Teisnach in den Wald gelegt war, mit der man sogar das Bahngleis überqueren musste. Deshalb gab es im Vorfeld eine Abstimmung mit der Bahn und die Absicherung des Bahngleises während des Einsatzes. Die Helfer vor Ort mussten zunächst eine Person mit „Rauchvergiftung“ versorgen und sie schließlich in den Krankenwagen des BRK transportieren, der schon parat stand. Die Bergwacht musste die beiden verunglückten Gleitschirmflieger aus dem Baum holen, was durch einsetzenden Regen noch erschwert wurde. Man arbeitete mit Bedacht und Geschick, um die beiden „Verletzten“ nacheinander auf den Boden zu bringen, damit sie der Notarzt mit den Helfern vor Ort versorgen konnte bis zum Abtransport im Krankenwagen.
Danach ging es wieder zurück ins Feuerwehrhaus, wo man auf die nächste „Alarmierung“ wartete.

Beim zweiten Szenario war FFW Patersdorf dabei

Das Szenario stellte sich den Helfern dieses Mal so dar: Auf dem Firmengelände der Firma Wittenzellner in Patersdorf hat es einen Betriebsunfall gegeben. Ein Lader ist gegen einen Lkw gefahren. Der Lkw-Fahrer ist im Fahrzeug eingeklemmt, er musste geborgen werden. Diesen Fall hat der Patersdorfer Kommandant Markus Weiß ausgetüftelt. Mit seiner Feuerwehrmannschaft war er bei diesem Übungsteil dabei und übernahm die Einsatzleitung.
Bevor man an die Personenrettung gehen konnte, mussten erst die in der Luft hängenden Räder von Lader und Lkw abgestützt werden. Die Gullys wurden wegen auslaufender Flüssigkeiten abgedichtet, damit es zu keiner Gewässerverunreinigung kam. Wegen der Höhe der Fahrzeuge musste die Rettungsplattform aufgestellt werden, damit die Feuerwehrleute in den Lader konnten und mit Rettungsschere und anderen Werkzeugen die Lkw-Tür aufstemmen und öffnen konnten. Die Helfer vor Ort holten den „Verletzten“, einen Dummy, mit den Feuerwehrleuten nach der „Erstversorgung“ aus dem Fahrzeug und brachten ihn zum BRK-Rettungswagen. Danach konnte man daran gehen, den Lader vom Lkw zu lösen. Für die Rettungskräfte war das Arbeiten an den großen Fahrzeugen eine ganz besondere Erfahrung. Deshalb nutzten die Feuerwehrleute die Gelegenheit, alle Geräte an dem Lkw auf der Rettungsplattform stehend auszuprobieren. So kamen nacheinander Rettungsspreizer, Zylinder, Schere, Hebekissen und der Akku-Glasschneider zum Einsatz. Mit letzterem Gerät wurde die Windschutzscheibe des Lkws herausgeschnitten, was ganz schön schweißtreibend war für die Feuerwehrleute in ihrer Schutzkleidung, da inzwischen die Sonne wieder vom Himmel strahlte. Die Feuerwehrkommandanten Weiß und Edenhofer bedankten sich bei Anton und Peter Wittenzellner, dass am Firmengelände geübt werden durfte und vor allem der Lkwfür Übungszwecke zu Verfügung gestellt worden war.
In der Halle nebenan stellte sich für die Bergwacht unter Einsatzleitung von Matthias Eckl eine ganz andere Aufgabe als im Mühlholz. Eine Person war wegen Unterzucker auf einem Hochregal zusammengebrochen, lautete hier das Szenario. Deshalb musste vorrangig der Notarzt auf das Regal befördert werden, um die dringend notwendige medizinische Versorgung zu gewährleisten. Erst danach konnte die Person mittels Rettungsdreieck zusammen mit einem Bergwachtler abgeseilt werden. Der Notarzt der Helfer vor Ort, Dr. Michael Stern, wurde ebenfalls über das Seil, aber ohne Rettungsdreieck, wieder auf den Boden gebracht.
Über 60 Rettungskräfte an Übungen beteiligt
Diese Szenerie verfolgten auch Elmar Eckl und Karl Haimerl von der Polizeiinspektion Viechtach aufmerksam, denn auch die Polizei war im Übungstag involviert. Neben ihnen war auch Kreisbrandmeister Thomas Märcz anwesend. Insgesamt beteiligten sich rund 60 Rettungskräfte. Damit konnte man den Zusammenhalt und das Gefühl vertiefen, sich aufeinander verlassen zu können. Nach der Übung mussten die Rettungsmannschaften ihre Gerätschaften wieder vorschriftsmäßig verstauen und die Autos waschen. Danach gab es für alle ein Essen im Feuerwehrgerätehaus, das für Anita Schober allerdings früher als geplant beendet war, weil sie ausrücken musste.

Text und Fotos: Isolde Deiser /PNP



09.05.2018 Viechtacher Bayerwald-Bote

"Großeinsatz" an der Grundschule

Kameraden der FFW Patersdorf schließen Rettungsübung erfolgreich ab – Schüler löschen mit

Patersdorf. Routiniert haben sich die Schüler der Patersdorfer Grundschule mit ihren Lehrkräften nach dem Ertönen des Feueralarmes auf den Fluchtweg begeben. Dabei ahnten sie noch nicht, dass es sich diesmal um keine gewöhnliche Übung handeln sollte.
Am Sammelplatz angekommen, als die einzelnen Klassen gerade auf ihre Vollständigkeit überprüft wurden, schreckten die Schüler durch das Ertönen der Sirene eines Löschfahrzeuges der Patersdorfer Feuerwehr auf. Genau gegenüber des Sammelplatzes rückte vom Gelände der ortsansässigen Feuerwehr ein LF16 mit dem Ziel "Grundschule Patersdorf" aus.
Mit großer Aufregung folgten die Schüler dem Fahrzeug und stellten sich am Pausenhof auf, um den Einsatz der Feuerwehrleute verfolgen zu können. Auch Bürgermeister Willi Dietl ließ sich den professionellen Einsatz seiner Gemeindefeuerwehr nicht entgehen und schaute umringt von den gespannten Kindern zu.
Die Feuerwehr war mit einer großen Anzahl von Einsatzkräften vertreten. Unter der Leitung ihres Kommandanten Markus Weiß und unterstützt von ihrem Vorsitzenden Dominik Biermeier sollten sie eine vermisste Person retten. Die Gemeindearbeiterin Christine Koller befand sich nämlich noch im "brennenden" Schulgebäude. Als Erstes verlegten die Einsatzkräfte Schläuche zum nächstgelegenen Hydranten. In der Zwischenzeit wurde der 1600 Liter fassende Tank des Löschfahrzeuges genutzt, um den Einsatz von vier Feuerwehrmännern zu sichern. Sie betraten die Schule mit Atemschutzausrüstung. Nach kurzer Zeit retten sie die "verletzte" Person aus dem Leseraum.
Die Erleichterung war groß, als die Kinder Christine Koller nach der Simulation eines Ernstfalles wohlauf und quicklebendig von der Trage aufstehen sahen.
Nach der erfolgreichen Rettung hatten die Feuerwehrleute noch eine ganz besondere Überraschung für die Kinder parat. Nacheinander durften sie selbst erste Löschversuche mit dem Feuerwehrschlauch wagen. Unter Aufsicht der geduldigen Feuerwehrler spritzten sie große Teile des Pausenhofes nass.
Mit einigen durchnässten Hausschuhen und Socken endete eine nicht alltägliche Feuerübung an der Grundschule Patersdorf. Es wäre nicht verwunderlich, wenn der ein oder andere Schüler nun mit dem Gedanken spielt, ebenfalls ein echter Feuerwehrmann zu werden. Ein herzlicher Dank galt der Feuerwehr Patersdorf, die so zahlreich vertreten war, und Kommandant Markus Weiß, der die Übung mit der Schule abgesprochen und organisiert hatte. − vbb