Schulkinder wollen's wissen

Im Gerätehaus: Die dritte Klasse mit Lehrer Otto Warming, Jugendleiter Reinhard Marchl und Kommandant Markus Weiß. (Foto: Lemberger) 


Patersdorf. Die Arbeit der gemeindlichen Feuerwehr haben die Kinder der dritten Klasse samt Lehrer Otto Warming kennengelernt. Vorgestellt hat sie ihnen Kommandant Markus Weiß, Jugendwart Reinhard Marchl und Christoph Seidl.
Kommandant Markus Weiß hatte eine informative Powerpoint-Präsentation vorbereitet. Er erklärte, dass die Feuerwehr nicht nur bei Bränden im Einsatz ist, sondern auch technische Hilfe leistet und bei Überschwemmungen und Verkehrsunfällen zur Stelle ist. Der Dienst ist ehrenamtlich. Bei der Feuerwehr Patersdorf sind momentan 62 Aktive im Alter von 18 bis 63 Jahren im Einsatz, darunter fünf Damen und drei Jugendliche. 41 Mitglieder sind über 63 Jahre alt und somit passive Mitglieder, informierte Weiß. 13 besonders verdiente Mitglieder tragen den Titel Ehrenmitglied. 26 Fördermitglieder stärken den Verein. Reinhard Marchl führt die Jugendfeuerwehr. Beitreten können junge Leute von 12 bis 18 Jahre. Sie lernen das Auswerfen von Schläuchen und Binden von Knoten. Sie besuchen Lehrgänge, um ihr Wissen zu erweitern. Zeltlager, Grillabende und Badefahrten werden angeboten. „Ich ermuntere euch, sich bei uns zu melden, wenn ihr zwölf Jahre alt seid“, ermutigte der Kommandant die Schüler.
Weiter informierte Weiß über den Notruf 112. Wer diese Nummer am Telefon wählt, landet bei der Polizei. Wichtig seien die fünf „Ws“: Wer ruft an? Was ist passiert? Wo ist der Ort? Wie viele Verletzte? Warten auf Nachfragen? Die Polizei verständigt dann die Feuerwehr. Bei großen Einsätzen wird die Sirene über Funk eingeschaltet, bei kleineren Anlässen werden die Feuerwehrler über den „Piepser“ gerufen.
Reinhard Marchl zeigte den Kindern die Fahrzeuge, das Löschgruppenfahrzeug, kurz LF 16/12, und den Mannschaftstransporter. Er führte die Hilfsgeräte für Brandbekämpfung, Überschwemmungen und Waldarbeiten vor. Eine Schülerin wurde dann im Praxistest auf einer Decke „gerettet“.
Christoph Seidl erklärte die Arbeit der vier Atemschutzträger, schlüpfte dann selbst in den Anzug und hängte sich das 18 Kilogramm schwere Atemschutzgerät um. Weitere Materialien wurden vorgestellt, wie eine Polyma-Flutlichtanlage. Markus Weiß zeigte den Kindern noch, wie die verschmutzten Schläuche gereinigt werden. Zum Abschluss erhielten die interessierten Mädchen und Buben ein Getränk und eine Wurstsemmel. - le